Einführung in die Blockchain-Technologie

Grundlage der Blockchain-Technologie

Der Text gibt einen Einführung in die Blockchain-Technologie, die auf dem Konzept von „Satoshi Nakamoto“ „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ beruht (PDF englisch | PDF deutsch). Die Idee der Blockchain wurde erstmals 2008 im Zusammenhang mit der Entwicklung der Digitalwährung Bitcoin realisiert.

Dabei werden in einem digitalen Hauptbuch (Begriff aus der Buchhaltung) alle Aufzeichnungen über Transaktionen verschlüsselt und dezentrale auf allen Blockchain-Knoten (Rechenzentren) gespeichert und aufbewahrt. Da die verschlüsselten Daten in allen Hauptbüchern gespeichert werden, können diese nicht manipuliert werden. Das Unterscheidet die dezentrale Blockchain von zentralen Plattformen/Intermediäre (von Banken, Versicherungen, Notare etc.).

Blockchain-Technologie als Weiterentwicklung des Bitcion

Die Blockchain-Technologie basiert unabhängig von der Weiterentwicklung des Bitcoina als digitalem Geld, auf fälschungssicheren dezentralen Datenbanken. Sie ermöglicht eine vertrauensvolle Transaktionen zwischen Unbekannten natürlichen und juristischen Personen, für die bislang immer ein Platformbetreiber oder Intermediär (Banken, Versicherungen, Notare) erforderlich war.

Ausführungen der BaFin zur Blockchain-Technoglie

Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht BaFin befasst sich mit der Blcokchain-Technologie seit 2017. Die Seite gibt Auskunft über potentielle Anwendungsfälle für Blockchain und deren Erlaubnispflicht in Deutschland. Die BaFin berichtet ferner über die Rahmenbedingungen beim Einsatz und die Möglichkeiten zukünftiger Entwicklungen und zu grundsätzliche Fragen zum Einsatz von Blockchains.

Blockchain erklärt im Video der NZZ

Blockchain in der Europäischen Union

Die Euorpäische Kommission hat 2018 eine EU-Blockchain Beobachtungsstelle und Forum auf den Weg gebracht. Ziel der Beobachtungsstelle und des Forums ist es, auf wichtige Entwicklungen der Blockchain-Technologie aufmerksam zu machen, europäische Akteure zu fördern und das europäische Zusammenwirken mit den verschiedenen an Blockchain-Aktivitäten beteiligten Interessenträgern zu verstärken.

Die Europäische Kommission hat ihre Position in der Broschüre Europäische Blockchain-Strategie“ zusammengefasst. Demnach ist die Blockchain „eine der aufstrebenden Schlüsseltechnologien, die die Zukunft Europas formen. Blockchain kann dazu beitragen, die Interaktion zwischen Bürgern, Unternehmen und öffentlichen Organisationen effizienter zu gestalten, das Vertrauen zu stärken und es jeder Partei zu ermöglichen, die Kontrolle über ihre eigenen Daten zu behalten. Sie wird maßgeblich zum Aufbau einer bürgerorientierten, nachhaltigen, transparenten und integrativen europäischen digitalen Gesellschaft beitragen. Um dies zu erreichen, werden Investitionen in die nächste Zukunft der Technologien wie Blockchain von entscheidender Bedeutung sein, um die technologische Souveränität Europas zu stärken.“

Blockchain-Strategie der Bundesregierung

Für die Bundesregierung wird das Thema „Blockchain-Strategie“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium der Finanzen verantwortet. In der „Studie „Blockchain-Strategie – Wir stelle die Weichen für die Token-Ökonomie“ stellen die Ministerien fest:

Die Blockchain-Technologie ist eine der meistdiskutierten Innovationen der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Durch Eigenschaften wie Dezentralität, Zuverlässigkeit, Fälschungssicherheit eröffnet sie ein breites Feld an innovativen Anwendungsmöglichkeiten und neuen Kooperationsformen. In den zehn Jahren nach Veröffentlichung des Blockchain-Whitepapers hat eine substantielle technologische sowie ökonomische Entwicklung stattgefunden. Mittels Blockchain-Technologie können alle erdenklichen Werte, Rechte und Schuldverhältnisse an materiellen und immateriellen Gütern durch Token repräsentiert und deren Handel- und Austauschbarkeit potenziell vereinfacht werden. Welche Auswirkungen diese Entwicklung weltweit haben wird, ist noch offen.

Download PDF: „Blockchain-Strategie der Bundesregierung – Wir stellen die Weichen für die Token-Ökonomie“

Auszüge zum Thema Blockchain aus dem Koalitionsvertrag

Im Vertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, vom 24.11.2021, führen die Koalitionäre der zukünftigen Bundesregierung aus: „ Wir geben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um zu untersuchen, ob ein Grundbuch auf der Blockchain möglich und vorteilhaft ist …  (Seite 92)

Aufbauend auf den Maßnahmen der letzten Legislaturperiode werden wir alles dafür tun, missbräuchliche Dividendenarbitragegeschäfte zu unterbinden. Um dies betrugssicher sicher zu stellen, wollen wir neue technische Möglichkeiten, z. B. Blockchain, noch stärker nutzen… (Seite 167)

Für FinTechs, InsurTechs, Plattformen, NeoBroker und alle weiteren Ideengeber soll Deutschland einer der führenden Standorte innerhalb Europas werden. Es gilt, die mit den neuen Technologien, wie z. B. Blockchain, verbundenen Chancen zu nutzen, Risiken zu identifizieren und einen angemessenen regulatorischen Rahmen schaffen. Wir werden deshalb für effektive und zügige Genehmigungsverfahren für FinTechs sorgen. Digitale Finanzdienstleistungen sollten ohne Medienbrüche funktionieren; dafür werden wir den Rechtsrahmen schaffen und die Möglichkeit zur Emission elektronischer Wertpapiere auch auf Aktien ausweiten. (Seite 172)

Download für den Koalitionsvertrag

bitkom: „Blockchain in Deutschland – Einsatz, Potenziale, Herausforderungen“ Studienbericht 2019 (PDF)

Siehe auch den Artikel „Start des Blockchain Cluster am „Drei gewinnt“ Standort Raunheim

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